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Der TCM-Arzt beurteilt bei seinen Patienten einzeln, wie und wie lange sie behandelt werden. 

Weshalb wird ein bestimmtes Behandlungsintervall auf 12 Sitzungen festgelegt? Und empfiehlt es sich danach, eine Behandlungspause einzulegen?
Diese beiden Fragen beantwortete Christian Schütz, Geschäftsleiter bei China-MedCare, im Rahmen einer Facharbeit über Traditionelle Chinesische Medizin (TCM).

Wie Christian Schütz erklärt, ist TCM eine Erfahrungsmedizin: Die 12 Behandlungen werden von bisherigen Erkenntnissen abgeleitet. Es ist zwar durchaus möglich, dass Krankheitssymptome schon nach weniger als 12 Behandlungen verschwinden. Dieser Wert macht den Patientinnen und Patienten aber bewusst, dass sie eine schnelle Heilung ihrer gesundheitlichen Beschwerden bei TCM nicht ohne Weiteres erwarten können. Und auch dann, wenn die Beschwerden verschwunden sind (oder bei chronischen Krankheiten), empfiehlt sich die weiterführende Behandlung, damit der gesundheitliche Zustand stabilisiert wird.

Im Gegensatz dazu handle es sich bei der Schulmedizin um eine Untersuchungsmedizin. Medikamente führen dort gewöhnlich dazu, dass die Krankheit innert kurzer Zeit verschwindet. Bei TCM ist dies nicht der Fall. In gewissen Situationen wie zum Beispiel bei einem Kinderwunsch sind mehr als 12 Behandlungen nötig, um das Ziel zu erreichen, und auch dann gibt es keine Garantie für Beschwerdefreiheit.
Die individuelle Behandlung stellt einen weiteren Unterschied zur Schulmedizin dar, denn der TCM-Arzt bestimmt die Intervalle individuell (wöchentlich, alle zwei Wochen, monatlich).
Bei jeder Patientin und jedem Patienten wird einzeln beurteilt, wie und wie lange behandelt wird. In der Schulmedizin sind Behandlungen für bestimmte Krankheiten hingegen oft standardisiert beispielsweise durch die 14-tägliche Tabletteneinnahme am Morgen.

Wann aber ist eine Behandlungspause angezeigt? Christian Schütz hält fest, dass der Körper durch eine Pause die Möglichkeit erhalte, sich aus eigener Kraft in ein Gleichgewicht zu bringen. Ein Patient mit Verstopfung, der ohne Unterbruch in Behandlung ist oder regelmässig ein Medikament nimmt, kann nicht aus eigener Kraft gesund werden. Es besteht die Gefahr, dass der Körper wie bei einer Sucht von der Behandlung oder dem Medikament abhängig wird. An dieser Stelle dient dem Körper die richtige Ernährung als notwendige Unterstützung, um eigene Kräfte zu mobilisieren. Falsche oder mangelhafte Ernährung kann diesen ebenso unnötig schädigen wie ein Suchtmittel, zu wenig Schlaf oder zu wenig Bewegung.

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